Ratgeber

Mikrozement Nachteile: Was Sie vor der Entscheidung wissen müssen

Mikrozement ist in den letzten Jahren vom Geheimtipp zum Standard für fugenlose Flächen geworden. Die Bilder in den Magazinen zeigen makellose Bäder, samtige Böden und Küchenrückwände wie aus einem Guss. Was sie nicht zeigen: die Risse nach dem ersten Winter, die Kratzer vom Küchenstuhl und die Vergilbung an der Fensterwand. Wir verarbeiten Mikrozement seit Jahren und haben beides gesehen, die gelungenen Flächen und die Schadensfälle anderer Betriebe. Hier sind die Nachteile, die Sie kennen sollten, und die ehrliche Einordnung, welche davon am Material liegen und welche am Verarbeiter.

Die kurze Antwort

8 Nachteileund was davon am Material liegt und was am Verarbeiter

Mikrozement kostet mit 150 bis 300 Euro pro Quadratmeter mehr als Fliesen, ist weniger kratzfest als Feinsteinzeug, lässt sich nur flächig reparieren und braucht 5 bis 8 Tage Bauzeit. Risse, Flecken und Vergilbung sind dagegen fast immer Verarbeitungs- oder Systemfehler, kein Materialproblem. Mit einem zertifizierten Verarbeiter und einem 2K-Markensystem bleiben von acht Nachteilen vier übrig, und die sind planbar.

Was ist Mikrozement?

Mikrozement ist eine mineralische Beschichtung aus Zement, sehr feinen Zuschlägen und Polymeren beziehungsweise Harzen, die dem Material Flexibilität und Haftung geben. Er wird in mehreren Schichten von je unter einem Millimeter aufgezogen, insgesamt 2 bis 3 Millimeter stark, und haftet auf fast jedem tragfähigen Untergrund: Estrich, Putz, Gipskarton, Holzwerkstoff und vorhandene Fliesen. Den Abschluss bildet eine Versiegelung, die die Oberfläche wasserdicht und belastbar macht. Er kommt im Bad, auf Böden im Wohnbereich, in der Küche, auf Treppen, an Wänden und sogar auf Möbeln zum Einsatz. Wie er sich gegen Fliesen schlägt, haben wir im Ratgeber Mikrozement oder Fliesen? verglichen. Hier geht es nur um seine Schwächen.

Die 8 Nachteile von Mikrozement im Detail

1. Der Preis liegt über dem von Fliesen. Fachgerecht verarbeitet kostet Mikrozement 150 bis 300 Euro pro Quadratmeter, im Wohnbereich am Boden 120 bis 250 Euro. Fliesen inklusive Verlegung liegen bei 80 bis 150 Euro. Der Materialanteil macht dabei nur 20 bis 30 Prozent aus, der Rest ist Handarbeit: Grundieren, Armieren, zwei bis drei Schichten aufziehen, zwischenschleifen, versiegeln. Wer am Preis sparen will, spart also fast immer an der Arbeitszeit, und genau dort entstehen die Schäden. Alle Positionen im Detail finden Sie im Ratgeber Mikrozement Kosten pro m².

2. Das Ergebnis hängt vom Verarbeiter ab. Eine Fliese kommt fertig aus der Fabrik, Mikrozement entsteht auf Ihrer Wand. Untergrundprüfung, Schichtaufbau, Trocknungszeiten und Versiegelung entscheiden über Jahre Haltbarkeit oder Monate bis zum ersten Riss. Das Tückische: Fehler sind bei der Abnahme unsichtbar. Eine zu dünne Versiegelung sieht am ersten Tag genauso aus wie eine korrekte, erst nach einem halben Jahr Duschen zeigt sie Flecken. Deshalb ist die Wahl des Betriebs beim Mikrozement wichtiger als die Wahl des Materials.

3. Risse sind möglich, aber fast nie ein Materialfehler. Mikrozement ist mit 2 bis 3 Millimetern so dünn, dass er jede Bewegung des Untergrunds nachzeichnet. Reißt der Estrich, reißt die Beschichtung. Die vier häufigsten Ursachen aus Gutachten: Bewegung im Untergrund, etwa frischer Estrich, der noch schwindet, fehlendes Armierungsgewebe in der ersten Schicht, Dehnfugen des Estrichs, die nicht in die Beschichtung übernommen wurden, und zu schnelle Trocknung durch Fußbodenheizung oder Zugluft. Alle vier sind Verarbeitungsfehler. Ein Markensystem mit Gewebe auf einem ausgetrockneten, tragfähigen Untergrund reißt nicht.

4. Kratzer und Stöße hinterlassen Spuren. Die Versiegelung härtet zu einer robusten Oberfläche aus, erreicht aber nicht die Härte von Feinsteinzeug. Sandkörner unter Schuhsohlen, ein Küchenstuhl ohne Gleiter oder ein umgekippter Flakon können feine Spuren hinterlassen. Auf einem Boden im Flur mit Straßenschuhen ist das nach Jahren sichtbar, im Bad praktisch nie. Filzgleiter unter Möbeln und eine Schmutzfangmatte am Eingang lösen das Problem im Wohnbereich weitgehend.

5. Flecken und Verfärbungen bei beschädigter Versiegelung. Solange die Versiegelung intakt ist, perlt alles ab. Ist sie verkratzt oder zu dünn aufgetragen, saugt der mineralische Kern wie ein Stein: Öl in der Küche, Rotwein am Esstisch oder Haarfärbemittel am Waschtisch hinterlassen dann Ränder. Die Regel lautet, sofort wischen, nicht einziehen lassen. Ein zweites Problem betrifft nur billige Systeme: Versiegelungen auf Epoxidbasis vergilben unter UV-Licht. An einer Wand mit direkter Sonne wird aus Hellgrau nach zwei Jahren ein Gelbstich. Epoxidfreie 2K-Versiegelungen haben dieses Problem nicht.

6. Reparaturen gehen nur flächig. Eine beschädigte Fliese tauscht man aus. Bei Mikrozement gibt es keine Einheit, die man ersetzen könnte. Kleine Stellen lassen sich ausbessern, bleiben aber bei genauem Hinsehen als leicht abweichende Wolke sichtbar, weil jede Schicht von Hand entsteht und der Farbton chargenabhängig ist. Für ein unsichtbares Ergebnis wird die gesamte Wand oder das gesamte Bodenfeld bis zur nächsten Kante neu beschichtet.

7. Die Optik lebt, und das gefällt nicht jedem. Wolkige Verläufe, sichtbare Spachtelzüge und leichte Farbnuancen sind bei Mikrozement gewollt. Sie machen aus einer grauen Fläche eine handwerkliche Oberfläche. Wer eine absolut gleichmäßige, industriell perfekte Fläche erwartet, wird enttäuscht sein. Deshalb gilt: Muster in der gewünschten Farbe ansehen, am besten ein Stück von 30 mal 30 Zentimetern mit Versiegelung, nicht nur eine Farbkarte.

8. Trocknungszeiten und Bauzeit. Zwischen den Schichten muss das Material trocknen, die Versiegelung braucht ihre Zeit zum Aushärten. Ein Bad dauert 5 bis 8 Arbeitstage, und die Fläche ist danach nicht sofort voll belastbar. Begehbar nach etwa 24 Stunden, Möbel nach drei Tagen, Wasserkontakt in der Dusche nach rund einer Woche. Wer am Freitag beschichten lässt und am Samstag duschen will, hat das falsche Material gewählt.

Nachteil, Ursache, Lösung auf einen Blick

Die Tabelle trennt, was am Material liegt und was sich durch Planung und Verarbeitung vermeiden lässt:

Nachteil Ursache Vermeidbar? Lösung
Höherer PreisHandarbeit, 70 bis 80 % LohnanteilNein. Bei Renovierung über Fliesen entfällt aber der Abriss mit 1.500 bis 3.000 Euro
VerarbeiterabhängigBeschichtung entsteht vor OrtJa. Zertifizierter Betrieb, Herstellersystem, Referenzen ansehen
RisseUntergrundbewegung, fehlendes Gewebe, nicht übernommene Dehnfugen, zu schnelle TrocknungJa. Trockener Untergrund, Armierung, Fugen übernehmen, Heizung aus
KratzerVersiegelung unter Feinsteinzeug-HärteTeilweise. 2K-Versiegelung, Filzgleiter, Schmutzfangmatte
FleckenBeschädigte oder zu dünne VersiegelungJa. Korrekte Schichtstärke, sofort wischen, Versiegelung pflegen
VergilbungEpoxid-Versiegelung unter UVJa. Epoxidfreies 2K-System wählen
Nur flächige ReparaturHandwerkliche UnikatflächeNein. Flächen bis zur nächsten Kante planen
Lebendige OptikGewollte HandwerksspurenJa, durch Erwartung. Großes Muster mit Versiegelung ansehen
Bauzeit 5 bis 8 TageTrocknung zwischen den SchichtenNein. Einplanen, Zweitbad nutzen

Mikrozement-Systeme im Vergleich

„Mikrozement“ ist kein geschützter Begriff. Unter dem Namen werden Billig-Sets aus dem Onlinehandel ebenso verkauft wie geprüfte Systeme mit Herstellerschulung. Die Unterschiede erklären einen großen Teil der Nachteile, über die im Internet berichtet wird:

Kriterium Billig-Set aus dem Internet 1K-Markensystem 2K-Markensystem, z. B. Lamurista HardRock ULTRA 2K
Materialpreis pro m²40 bis 80 Euro, als Komplettset beworben35 bis 60 Euro50 bis 90 Euro
HärteGering, Versiegelung oft nur 1K-AcrylGut für Wände, am Boden begrenztUltra-hart und zugleich flexibel, für Böden und Treppen
WasserfestigkeitUnsicher, keine PrüfzeugnisseMit passender Versiegelung wasserfestWasserdicht, für Dusche geprüft, KIWA-zertifiziert
VerarbeitungszeitKurz, zieht schnell an, Ansätze sichtbarMittelOffenzeit rund 2 Stunden, saubere Übergänge
EpoxidharzHäufig in der Versiegelung, vergilbtJe nach HerstellerErstes 2K-Material ohne Epoxidharz auf dem deutschen Markt
GewährleistungKeine Systemgarantie, Haftung beim SelbermacherHerstellergarantie bei Verarbeitung durch FachbetriebSystemgarantie plus 5 Jahre Gewährleistung des Fachbetriebs
Geeignet fürDekorative Wand ohne Wasser, MöbelWände, Bad außerhalb der DuscheBad inklusive Dusche, Boden, Küche, Treppe, Außenbereich mit Zusatzsystem

Wir arbeiten als zertifizierter Lamurista Partner mit HardRock PRO und HardRock ULTRA 2K. Letzteres wurde mit dem German Design Award 2024 ausgezeichnet und ist in über 2.000 Farbtönen erhältlich. Mehr zum System auf unserer Seite Fugenloses Bad mit Mikrozement.

Drei Mythen über Mikrozement

„Mikrozement ist nicht wasserdicht.“ Falsch, wenn der Aufbau stimmt. Im Spritzwasserbereich liegt unter der Beschichtung eine Verbundabdichtung nach DIN 18534, darüber macht die 2K-Versiegelung die Oberfläche selbst wasserdicht. Undichte Mikrozement-Duschen, von denen man liest, hatten fast immer keine Abdichtung unter der Beschichtung oder eine 1K-Versiegelung, die für Duschen nie gedacht war. Den Aufbau erklären wir im Ratgeber Mikrozement in der Dusche.

„Mikrozement ist nur etwas fürs Bad.“ Falsch. Das Material kommt aus dem Bodenbereich. Wohnzimmerböden, Küchenarbeitsplatten, Treppen und Kaminverkleidungen sind Standardanwendungen. Was am Boden zu beachten ist, steht im Ratgeber Mikrozement Boden.

„Für Mikrozement müssen die alten Fliesen raus.“ Falsch. Fest sitzende, trockene Fliesen sind ein guter Untergrund. Die Fugen werden verspachtelt, eine Haftbrücke aufgetragen, dann beschichtet. Genau das macht Mikrozement bei Renovierungen so attraktiv, siehe Mikrozement auf Fliesen.

Haltbarkeit und Pflege: Was die Lebensdauer wirklich bestimmt

Die mineralische Beschichtung selbst altert nicht. Was altert, ist die Versiegelung, und sie ist der einzige Teil des Systems, der Pflege braucht. Drei Faktoren bestimmen, ob ein Mikrozement-Boden nach 15 Jahren noch gut aussieht:

  • Die Schichtstärke der Versiegelung. Zwei Aufträge sind Standard, am Boden und in der Dusche sind es bei uns drei. Jede Schicht weniger halbiert die Lebensdauer.
  • Die Reinigung. pH-neutraler Reiniger, weiches Tuch, fertig. Scheuermilch, Scheuerschwämme und säurehaltige Kalkreiniger greifen die Versiegelung an und sind die häufigste Ursache für stumpfe Stellen.
  • Die Auffrischung. Nach etwa 8 bis 12 Jahren wird die Versiegelung angeschliffen und neu aufgetragen. Ein Tagesaufwand ohne Abriss, danach sieht die Fläche aus wie am ersten Tag.

Zum Vergleich: In einer gefliesten Dusche werden die Silikonfugen alle 5 bis 8 Jahre erneuert, die Zementfugen müssen regelmäßig gereinigt werden. Der Pflegeaufwand beim Mikrozement ist also nicht größer, er ist anders verteilt: wenig im Alltag, ein Termin pro Jahrzehnt.

Woran Sie einen guten Verarbeiter erkennen

Weil die meisten Nachteile Verarbeitungsfehler sind, ist die Auswahl des Betriebs die wichtigste Entscheidung. Sechs Punkte, die Sie vor der Beauftragung prüfen sollten:

  • Herstellerzertifikat. Markensysteme werden nur an geschulte Betriebe abgegeben. Fragen Sie nach dem Zertifikat und dem Namen des Systems, nicht nur nach „Mikrozement“.
  • Referenzen vor Ort ansehen. Fotos zeigen jede Fläche am ersten Tag. Fragen Sie nach einem Projekt, das zwei oder drei Jahre alt ist, und schauen Sie es sich an.
  • Der Systemaufbau wird erklärt. Ein guter Verarbeiter kann Ihnen sagen, welche Grundierung, welches Gewebe, wie viele Schichten und welche Versiegelung er einsetzt, und warum.
  • Abdichtung nach DIN 18534 steht im Angebot. Fehlt sie bei einer Dusche, fehlt das Fundament. Ein Angebot ohne diese Position ist ein Warnsignal.
  • Ein echtes Muster. Nicht die Farbkarte, sondern ein versiegeltes Musterstück in Ihrem Farbton, das Sie in Ihr Bad legen können.
  • Gewährleistung. Fünf Jahre auf die Beschichtung sind bei Fachbetrieben üblich. Wer nur zwei anbietet oder ausweicht, glaubt selbst nicht an seine Arbeit.

Für wen Mikrozement nicht passt

Wir raten ab, wenn einer dieser Punkte auf Sie zutrifft:

  • Sie erwarten eine absolut gleichmäßige Oberfläche ohne Wolken und Spachtelspuren. Dann sind Großformatfliesen die bessere Wahl.
  • Der Boden wird mit Straßenschuhen, Hundekrallen oder Kinderrollern stark beansprucht und soll dabei makellos bleiben. Feinsteinzeug ist hier im Vorteil.
  • Der Untergrund ist frischer Estrich, der noch nicht ausgetrocknet ist, und der Zeitplan erlaubt kein Warten. Mikrozement auf feuchtem Estrich reißt.
  • Das Budget erlaubt nur Material, nicht die Handarbeit. Selbst verarbeitete Billig-Sets liefern in der Regel genau die Schäden, die dem Material seinen Ruf einbringen.
  • Sie wollen später einzelne Stellen austauschen können, etwa in einem Mietobjekt mit hoher Fluktuation.

Wo das fugenlose Bad als Ganzes an seine Grenzen kommt, etwa bei Raumklima, Budget und Neubau, lesen Sie im Ratgeber Fugenloses Bad: Nachteile.

Erfahrungen aus der Praxis

Der Riss im Neubau. Ein Bauherr aus dem Landkreis Erlangen-Höchstadt bat uns um eine Einschätzung: Der Mikrozement-Boden im Wohnbereich, verlegt von einem anderen Betrieb, zeigte nach dem ersten Winter einen durchgehenden Riss quer durch den Raum. Die Ursache war schnell gefunden. Unter der Beschichtung lief eine Dehnfuge des Estrichs, die nicht in den Mikrozement übernommen worden war. Der Estrich bewegte sich, die Beschichtung nicht. Das Material war ein Markensystem, der Fehler lag in der Planung. Die Lösung: Fuge freischneiden, als Schattenfuge ausbilden, das betroffene Feld neu beschichten.

Die gelbe Wand. In einem Bad in Nürnberg hatte sich die hellgraue Mikrozement-Wand neben dem Fenster innerhalb von zwei Jahren gelblich verfärbt, die Wand gegenüber nicht. Die Versiegelung war ein günstiges Epoxidprodukt, das unter UV-Licht vergilbt. Wir haben die Fläche angeschliffen und mit einer epoxidfreien 2K-Versiegelung neu abgeschlossen. Der Farbton ist seitdem stabil. Der Kunde hatte beim ersten Betrieb 30 Euro pro Quadratmeter gespart.

Beide Fälle haben gemeinsam, dass nicht das Material versagt hat, sondern eine Entscheidung davor. Das ist die ehrliche Zusammenfassung dieses Ratgebers.

Fazit

Mikrozement hat echte Nachteile: Er kostet mehr als Fliesen, ist weniger kratzfest, lässt sich nur flächig reparieren und braucht Zeit. Diese vier Punkte bleiben auch bei bester Verarbeitung bestehen, und Sie sollten sie bewusst in Kauf nehmen. Die anderen vier, Risse, Flecken, Vergilbung und die Abhängigkeit vom Verarbeiter, verschwinden mit einem geprüften 2K-System und einem zertifizierten Betrieb fast vollständig. Wer beides zusammenbringt, bekommt eine Fläche, die Jahrzehnte hält und nach jedem Auffrischen der Versiegelung aussieht wie neu.

Häufige Fragen zu den Nachteilen von Mikrozement

Nur, wenn sich der Untergrund bewegt oder die Verarbeitung fehlerhaft war: frischer Estrich, fehlendes Armierungsgewebe, nicht übernommene Dehnfugen oder zu schnelle Trocknung. Auf einem trockenen, tragfähigen Untergrund mit Gewebe in der ersten Schicht reißt ein Markensystem nicht.

Die Versiegelung ist robust, erreicht aber nicht die Härte von Feinsteinzeug. Sand unter Schuhen oder Stühle ohne Gleiter können feine Spuren hinterlassen. Im Bad ist das praktisch nie ein Thema, im Flur helfen Schmutzfangmatte und Filzgleiter.

Die mineralische Beschichtung hält bei fachgerechter Verarbeitung Jahrzehnte. Nur die Versiegelung wird nach etwa 8 bis 12 Jahren angeschliffen und erneuert, ein Tagesaufwand ohne Abriss.

Bei intakter Versiegelung nicht. Ist sie beschädigt oder zu dünn, saugt der mineralische Kern Öl, Rotwein oder Haarfärbemittel auf. Deshalb sofort wischen und die Versiegelung nicht mit Scheuermitteln angreifen.

Nicht der Mikrozement vergilbt, sondern eine Versiegelung auf Epoxidbasis unter UV-Licht. Epoxidfreie 2K-Versiegelungen wie bei Lamurista HardRock ULTRA 2K bleiben farbstabil, auch an sonnigen Fensterwänden.

Billig-Sets für 40 bis 80 Euro pro Quadratmeter Material werden dafür beworben. Für eine dekorative Wand ohne Wasserkontakt kann das funktionieren. Für Böden und Duschen raten wir ab: Ohne Erfahrung im Schichtaufbau, ohne Abdichtung und ohne Systemgarantie entstehen genau die Risse und Flecken, die dem Material seinen Ruf einbringen.

Ja, aber flächig. Kleine Ausbesserungen bleiben als leicht abweichende Wolke sichtbar. Für ein unsichtbares Ergebnis wird die Wand oder das Bodenfeld bis zur nächsten Kante neu beschichtet. Ein Auffrischen der Versiegelung allein ist dagegen unproblematisch.

Ehrliche Beratung zu Mikrozement

Wir prüfen Ihren Untergrund vor Ort und sagen Ihnen offen, ob Mikrozement für Ihr Projekt die richtige Wahl ist.

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